Dig – die bessere Alternative zu nslookup auch unter Windows

Unter Windows kann DNS mithilfe von “nslookup” debuggt werden. Dieser Befehl ist allerdings schon recht alt und unterstützt nur wenige modernere Standards (wie dnssec o.Ä.).

Als Alternative bietet sich das Programm DiG an. DiG (Domain Information Grope) wird bei Linux Maschinen oft mit Paketen wie Bind mitinstalliert oder kann nachträglich mit dem Paket “dnsutils” oder “bind-utils” mitinstalliert werden.

Dig unter Windows

Um DiG auch unter Windows einsetzen zu können, kann man sich auf der offiziellen Website von Bind die Windowsversion herunterladen. Die heruntergeladene Datei ist ein ZIP-Archiv welches man zunächst an eine beliebige Stelle entpacken kann.

Ruft man nun über CMD bzw. Powershell die Datei dig.exe aus dem entpackten Archiv auf, verfügt man über die genau gleiche Funktionalität wie unter Linux.

Eingabeaufforderung direkt im Ordner öffnen (für portablen Einsatz)

Hält man Shift gedrückt während man per Rechtsklick das Kontextmenü öffnet, erscheinen ein paar weitere Auswahlmöglichkeiten. Unter Anderem auch die Möglichkeit eine Eingabeaufforderung im markierten Verzeichnis zu öffnen.

Bind Shift

Dig den Umgebungsvariablen hinzufügen

Um DiG direkt wie nslookup starten zu können, muss ein Eintrag in den Umgebungsvariablen gesetzt werden. Zunächst sollte das entpackte Archiv an einem Ort gespeichert werden, dessen Pfad sich nicht mehr verändert (Bspw. C:\program files\bind).

  1. Im Startmenü mit rechter Maustaste Computer anklicken
  2. Im Kontextmenü die Option “Eigenschaften” wählen
  3. Links auf “Erweiterte Systemeinstellungen” klicken und dann Register “Erweitert” wählen
  4. Unten auf den Button “Umgebungsvariablen” klicken und unter “Systemvariablen” den Eintrag PATH auswählen, dann auf “Bearbeiten..” klicken.
  5. Nun hinten mit einem Semikolon abgetrennt den Pfad zum Bind-Verzeichnis angeben

Pfad Umgebungsvariable

Nun sollte der Befehl dig direkt über die Kommandozeile aufgerufen werden können.